Philosophischer Salon

Seit 2005 bietet die Lamspringer Septembergesellschaft eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel:

Philosophischer Salon Kloster Lamspringe

In der wechselvollen Geschichte des fast 1200 Jahre alten Klosters Lamspringe wurde nicht nur religiöses Leben, Kunst und Wissenschaft gepflegt, hier war auch Justitia zu Hause, hier wurde Theologie, Philosophie und Kanonisches Recht gelehrt.

Mit dem “Philosophischen Salon” avanciert das ehrwürdige Kloster – auch im Zusammenhang mit dem „Lamspringer September“ –  zu einer der exponierten Kulturstätten im norddeutschen Raum. Im Mittelpunkt der Gesprächsabende, die zumeist im klösterlichen “Kalenderzimmer” stattfinden, steht das Referat einer philosophisch ausgerichteten Denkerpersönlichkeit zu Themen der Zeit und des Weltenlaufes.

Philosophen haben die Welt immer sehr unterschiedlich gesehen und interpretiert, sie haben zu  den ungelösten Rätseln zwischen Himmel und Erde, zu denen auch der Homo sapiens zählt, klug und weitsichtig Stellung bezogen, verändern, zumindest scheint das so, konnten sie nur wenig.Auch wenn das vielleicht so sein mag, so haben sie doch im Laufe der Menschheitsgeschichte ganze Generationen auf ihre Abenteuerreisen des Denkens mitgenommen und uns gelehrt, was Mensch sein bedeuten kann; selten mit demselben Ziel und niemals mit demselben Ergebnis. Von daher darf das Fragen, um Albert Einstein zu zitieren, niemals aufhören. Aber, und das ist wesentlich, nur richtige Fragen können auf gute Antworten hoffen.

Nach vier spannenden Jahren im Philosophischen Salon haben wir 2009 unser bisher verfolgtes Konzept ein wenig geändert. Für dieses Vorhaben konnten wir Prof. Dr. phil. Tilman Borsche gewinnen, der das Institut für Philosophie der Universität Hildesheim leitet. Mit der neuen Verbindung ist auch die Option verbunden, das weltweite Netzwerk der Universität für unser spezielles Engagement dann und wann nutzen zu können.

Informationen zu Professor Dr. Tilman Borsche: hier klicken!

 

Willkommen im Philosophischen Salon!

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der “Philosophische Salon” ist für all jene gedacht, die Vergnügen am inhaltlichen Gespräch haben und bereit sind, sich auf der Suche nach einer besseren Welt einbeziehen zu lassen.

Da aber die Liebe zur Weisheit, und nichts anderes heißt Philosophie, auch körperlich gut versorgt sein will, werden alle Gäste mit einer leckeren Suppe und einem Gläschen Wein im Kloster bewirtet. Das war zu Zeiten der Mönche auch schon so.

Wir bieten das Jahresabo jetzt günstiger zu 80,- € an. Eine Tauschbörse gibt Ihnen die Möglichkeit, bei Terminschwierigkeiten etc. die Karten anderweitig zu vergeben. Sie können auch einzelne Veranstaltungen ordern. Hier beträgt der Preis jetzt 25,- €.

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Heinrich Wilhelm Schäfer

Professor Heinrich Wilhelm Schäfer

hielt am 9. Januar im voll besetzten Kalenderzimmer des Klosters Lamspringe einen packenden Vortrag über

Fundamentalismus in religiösem und säkularem Gewand.

Er zeichnete die Entstehungsgeschichte von zwei fundamentalistischen Bewegungen beispielhaft auf. Für die islamische
Welt wählte er die Moslembrüderschaften in Ägypten, die als soziale und caritative Bewegung entstanden, aber durch innere und äußere Einflüsse letztlich zum Nährboden für al-Qaida geworden sind.

Für die westliche Welt beschrieb er die Mobilisierung breiter traditionalistischer Bevölkerungsschichten in den USA durch eine christliche religiös-politische Elite mit apokalyptischen Theorien wie zum Beispiel die Allianz oder Achse des Bösen.

Die besondere Atmosphäre des intimen Kalenderzimmers ließ Herrn Professor Schäfer spontan auf den geplanten Beamer verzichten. Er schaute nur einmal in sein Manuskript und hielt den Vortrag ansonsten völlig frei. Das schuf viel Kontakt
mit den Zuhörern. So war denn auch die Diskussion nach der obligaten Pause mit dem Philosophensüppchen sehr lebhaft. Sie wäre noch lange gegangen, aber der Vortragende durfte seinen Zug in Kreiensen nicht versäumen. So musste Herr Professor Borsche seine Moderation am Schluss sehr kurz fassen und den Ausblick auf das Programm 2012 auf das nächste Treffen im April verschieben.

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Dr. Henrik Jäger, Sinologe aus Trier, sprach am Montag

 24. Okt. 2011 um 19,30 Uhr im Kalenderzimmer des
Klosters Lamspringe

über folgendes Thema:

“Konfuzianische Wirtschaftsethik und Wirtschaftstheorie im traditionellen China”

Nach dem japanischen Philosophen Teruaki Takahashi ist es uns nun gelungen, einen philosophisch-politischen Kenner chinesischer  Wirtschaftstheorien für den ‘Philosophischen Salon’ der Lamspringer  September-Gesellschaft zu gewinnen.

Unser Gast brachte den derzeitigen Aufstieg Chinas auch im  Kontext des in Asien weit verbreiteten Konfuzianismus mit in die Diskussion ein.

„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu werden: Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmung, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste”. Konfuzius

Herr Jäger betreibt derzeit ein Forschungsprojekt zur Konfuziusrezeption im 18. Jh., insbesondere bei Christian Wolff, am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim.Jahrgang 1960 studierte in Tübingen, Freiburg, München und in Taipeh Sinologie, Japanologie und Philosophie. Derzeit ist er an den Universitäten Trier und Köln tätig. Von 1999-2000 war er Gastprofessor an der Tamkang-Universität in Taipeh/Taiwan. Seine Forschungsschwerpunkte galten der Hermeneutik chinesischer Kommentar-Tradition, dem metaphorischen Denken chinesischer Philosophie, der Weissagekunst in Ost und West sowie den Wechselwirkungen zwischen China und Europa im 17./18. Jh.  Seit 2009 arbeitet er am Forschungsprojekt “Metapher in der chinesischen Philosophie”. Seine Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch.

Der unaufhaltsam scheinende wirtschaftliche Aufstieg Chinas, war Ausgangspunkt seines ‘Lamspringer Vortrags’.  China galt um 1800 als reichstes Land der Erde, verfiel aber aus innen- und außenpolitischen Gründen innerhalb von 200 Jahren in nationale Armut. Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. gab es in China vielfältige Wirtschaftstheorien, seit dem 8. Jh. n. Chr. stabilisierte sich das Land kontinuierlich und entwickelte ab dem 15. Jh. eine gut situierte Mittelschicht. Bemerkenswert ist, dass Unternehmer und Kaufleute im alten  China, die keine Bildung hatten, ganz niedriges Ansehen hatten, wer sich aber um Förderung von Bildung bemühte, hohen sozialen Status erreichen konnte.

Unser Gast ist auch wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schweizer  Amman-Verlages, und ausgesprochener Kenner der “I  Ging”-Philosophie; wir erfuhren also viel Neues und durften uns alle über eine “Aufklärung im Dialog” freuen.

Die  Veranstaltung wurde großzügig von der  Klosterkammer  Hannover gefördert.

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Sie erinnern sich an Herrn Professor Takahashi?
Hier sein kürzliches  Gespräch mit Herrn Dr. Reichardt von der HiAZ: Interview Reichardt 2.8.11 HiAZ

 

 

Wir haben das Geschenk für Sie!

Verschenken Sie Kultur

mit einem Geschenkgutschein

Für 30,- € erhalten Sie einen Geschenkgutschein für eine beliebige Vorstellung des Lamspringer September und damit Sie auch etwas in der Hand haben, ein Exemplar der 67-seitigen Festschrift.

Hier könen Sie das Bestellformular als PDF herunterladen. Bitte das Bestellformular ausfüllen und an uns senden. Wir senden Ihnen Gutschein und Festschrift zusammen mit der Post zu und buchen den Rechnungswert von Ihrem Konto ab.