Mensch und Maschine – was ist moralisch geboten?

Montag, den 08 Juni 2026 im Kreuzkeller, Kloster Lamspringe, Beginn 19:00 Uhr

Philosophischer Salon Kloster Lamspringe

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Karten: 25€ inkl. Gebühren 

Vortrag
Fabian Warislohner M.A.

Nicht nur Menschen, sondern auch künstliche Intelligenzen führen neuerdings Kriege. Haben wir die Kontrolle über unsere Technik schon verloren?

Die Technik droht den Menschen zu überholen – mit dieser Diagnose beginnt Günther Anders 1956 sein Hauptwerk „Die Antiquiertheit des Menschen“. Doch inwiefern ist Technik „unser Schicksal“, ihr Funktionieren „dunkel“ und ihre Wirkung „überschwellig“, wie Anders schreibt? Was er für die Atomtechnologie formulierte, gilt für KI in verschärfter Form: Ihr Einsatz gilt als Gebot der Stunde, ihre Logik verstehen nur Eingeweihte und die Folgen für die Zukunft der Menschheit und das Klima übersteigen unsere seelischen Kapazitäten.

Höchste Zeit also zu fragen: Welche Aufgaben stellt die technische Entwicklung an die menschliche Entwicklung? Denn fest steht bloß: Weder können wir der Technik Moral beibringen, noch werden wir sie wieder los.

Zur Person:

Fabian Warislohner M.A.

Fabian Warislohhner ist Philosoph, IT-Systemadministrator und Podcaster – also berufsmäßig damit beschäftigt, Technik zu verstehen, sinnvoll einzusetzen und die Fragen zu beleuchten, die die Technik uns Menschen übrig lässt. Er hat in Bayreuth und Bernkastel-Kues Philosophie und Ökonomie studiert, als Journalist in Berlin und für eine NGO in Brüssel gearbeitet und war Dozent in der Weiterbildung „Lebendige Philosophie“. In diesem Frühling hat er an der Universität Hildesheim seine Dissertation zu Günther Anders’ Forderung ‚moralischer Phantasie‘ eingereicht. Er leitet das Begleitstudium Philosophie in Stuttgart, ein überregionales Studium generale für Studierende und Auszubildende aller Fächer am Philosophischen Seminar e.V.. Hier können sie den durchgeformten Bildungs-Alltag und das allzu Bekannte hinter sich lassen und in die Geschichte des philosophischen Denkens eintauchen, um zu verstehen, warum wir heute denken und leben, wie wir denken und leben – mit und ohne Technik.

Unser Dank gilt der Klosterkammer Hannover die das philosophische Engagement großzügig unterstützt.

Neben kühlen Getränken wird es in der Pause das traditionelle Philosophen-Süppchen – auch vegan – geben. Danach wird in gewohnter Art die Diskussionsrunde eingeläutet.

Oberthema 2026 – Zukunft gestalten

November: Julia Fuchte – „Gesellschaftswandel – Künstlerische Zukunftsforschung für eine gerechte Gesellschaft“

Moderation:
Dr. Susann Kabisch

Dr. Susann Kabisch interessiert sich, seit sie denken kann, für ‚große Fragen‘ – und ist daher immer auf der Suche nach Gelegenheiten für alle Arten von Gesprächen.
Bisherige Fundorte waren u.a. ihr Studium der Philosophie und Kulturwissenschaften in Hildesheim, Salzburg und Nijmegen (NL), Promotion in Philosophie und Theologie in Hildesheim und Nijmegen und eine systemische Weiterbildung in Moderation und Netzwerkarbeit „Open Dialogue“.
Berufliche Stationen waren u.a. das Institut für Philosophie der Universität Hildesheim, die „Gespräche am Domhof“ in der Dombibliothek Hildesheim und der Verein zur Erforschung zukunftsfähiger Lebensweisen in Köln. Zuletzt war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ethik und Verantwortung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg tätig und ist aktuell Fellow am Titus Brandsma Institut für Spiritualitäts- und Mystikforschung Nijmegen.
Sie vertiefte sich in philosophische Konzeptionen von (Selbst-)Erkenntnis und Menschsein in Spätmittelalter und Postmoderne, arbeitete zu gesellschaftlichen Herausforderungen der sozial-ökologischen und digitalen Transformation(en) und unterrichtet zu verschiedenen Anwendungsfeldern von Ethik.
Ihre unabschließbare Suche nach Weisheit, guten Gesprächen und noch besseren Fragen setzt sie weiterhin fort als Moderatorin, Trainerin und Dozentin.

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